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Hallo wir sind wieder da!!!

Blockupy ist auf die Zeil zurück gekehrt, um an die Proteste des vergangenen Jahres anzuknüpfen. Auch heute wollen wir die menschenverachtende Ausbeutung in den globalen Textilfabriken anprangern und wir wollen denen, die davon profitieren, nämlich den hier präsenten Textilketten ein wenig die Geschäftslaune verderben. Dafür haben wir uns den exklusiven und ach so hippen Adidas-Shop ausgesucht. Aber warum gerade Adidas, die doch so sehr, das Image eines Saubermannes pflegen? Adidas ist weltweit hinter Nike der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Und Adidas ist der Hauptsponsor bei der anstehenden Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien! Die WM verschafft dem Adidas-Konzern millionenschwere Mehreinnahmen. Natürlich ist der deutsche Sportartikelh ersteller aus Herzogenaurach der Ausstatter der deutschen Fußball-Nationalelf. Adidas Produkte sind teuer und cool. Allein der Aufdruck der Marke Adidas auf einem x-beliebigen Kleidungsstück, einer Tasche, einem Ball vervielfacht den Preis für die EndverbraucherInnen. Diesen Mehrwert streicht zum übergroßen Teil der Adidas Konzern ein. Für die Näherinnen der globalen Textilfabriken dagegen spielt es kaum eine Rolle ob das von ihr produzierte T-Shirt mit dem ein oder anderen Label versehen wird. Die Zulieferbetriebe in Bangladesch, Kambodscha oder China produzieren für Markenhersteller wie Adidas und Billiganbieter wie KiK und Primark gleichermaßen. Konkret heißt das: Beschissene Entlohnung: ein Lohn, der nicht einmal für Essen, Kleidung und Miete reicht, aber auch die gesundheits- und lebensgefährdenden Produktionsverhältnisse: Fabrikhallen ohne Brandschutz, ohne Fluchtwege und nicht selten verriegelten Türen, keine ausreichende Belüftungen, kein Arbeitsschutz und und der Einsatz giftige Substanzen bei der Produktion kosten vielen hundert ArbeiterInnen jährlich das Leben. Kaum mehr als ein Jahr ist vergangen, dass beim Einsturz eines Fabrikgebäudes der Textilindustrie in Bangladesch 1127 Menschen umgekommen sind. Auch hier ließen die großen der Modeketten produzieren, übernahmen aber keine Verantwortung und viele verweigern den Opfern und deren Angehörigen bis heute Entschädigungszahlungen. Wovon wir hier in den Metropolen wenig erfahren, sind die Kämpfe der TextilarbeiterInnen für gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Eine Ausnahme stellte der Streik und die Straßenkämpfe der Textilarbeiterinnen in Kambodscha des letzten Jahres dar. Diese machten direkt die westlichen Modemarken,H&M, C&A, Walmarkt, Levis, Zara, Puma und Adidas für ihre beschissene Lage verantwortlich. Adidas wiederum schob die Verantwortung auf ihre Zulieferer und drohte anschließend mit einer Verlagerung ihrer Produktion. Zwei Dinge gab es für Adidas zu vermeiden: Einen Imageschaden und dem Druck der ArbeiterInnen nachzugeben. Beides bedroht die eigene Gewinnspanne.
Dass dieses Geschäftsgebaren kein Einzelfall ist, sondern sozusagen das Grundprinzip der Profit maximierenden Geschäftsphilosophie von Adidas ist, zeigen die aktuellen Kämpfe und Streiks der SchuhfabrikarbeiterInnen beim chinesischen Schuhfabrikanten Yue Yeng. Die ArbeiterInnen streikten, um seit Jahrzehnten zugesagte Sozialleistungen endlich durchzusetzen. Auch hier reagierte Adidas mit der Verlagerung seiner Produktion in andere Regionen – aber beim gleichen Produzenten und versicherte zugleich dies habe nichts mit dem Streik der ArbeiterInnen zu tun. Schlicht und ergreifend – sie tun nichts dafür, dass sich die Arbeits- und Lohnbedingungen verbessern. Ihnen geht es einzig alleine um ihr Image in den Verkaufsländern – also auch hier! Sie wollen aus den Schlagzeilen – aber nicht indem sie dafür durch faire Löhne und korrekte Arbeitsbedingungen ihre Gewinnspanne reduzieren, sondern einzig und allein, indem sie ihre Verantwortung nicht tragen und die Produktion in arbeitskampffreie Regionen verlagern.
Wir finden Adidas nicht cool sondern zum Kotzen!
Wir sind hier um Image-bashing zu betreiben.
Unsere Solidarität gilt den kämpfenden ArbeiterInnen bei Yue Yeng und überall auf der Welt!
Hoch die internationale Solidarität !